Hilfe für Angehörige und Freunde

Eine der häufigsten Fragen von Angehörigen und Freunden ist zweifellos diese:

 "Wodurch erkenne ich, ob mein/e Partner/in süchtig wird oder ist ?"

Eine pauschale Antwort hier zu beschreiben ist nicht möglich.

 Grundsätzlich gilt jedoch folgende Regel:

Wer seinen Mitmenschen durch sein Trinkverhalten, physisch oder/und psychisch schadet,

 ist als abhängig zu bezeichnen.

Dieses Stadium soll Hauptbestandteil der Seite sein.

Selbstvorwürfe, Hilflosigkeit, Wut und Resignation sind die häufigsten Merkmale unter denen Angehörige und wahre Freunde von gefährdeten und abhängigen Menschen leiden und nicht selten zugrunde gehen. Wenn nachfolgend von Angehörigen geschrieben wird bezieht dies das gesamte soziale Umfeld mit ein. Der regelmäßige Konsum oder Missbrauch von Alkohol oder Psychopharmaka verändert maßgeblich den Charakter des Betroffenen. Er/sie neigt oftmals zu körperlicher Gewalt, verbaler Entgleisung oder allgemeiner Teilnahmslosigkeit. Schon im Anfangsstadium der Sucht leiden viele Angehörige unter den typischen Merkmalen wie:

Selbstvorwurf: "Er/sie trinkt, weil ich ......!"  (vervollständigen kannst nur du).
Hilflosigkeit:  "Wenn ich nur wüsste, wie ich ihm/ihr helfen kann"
Wut:  Auf den Partner, die Vertreiber von Suchtmittel und das soziale Umfeld des betroffenen.
Resignation: "Ich kann so nicht mehr weiterleben."

Für die Sorgen, die sich Angehörige um ihre Mitmenschen machen hat der Süchtige nur noch wenig oder überhaupt kein Verständnis mehr. In dieser Situation begeben sich viele Angehörige selbst in Gefahr, indem sie das Suchtverhalten ihres Mitmenschen verharmlosen, decken oder sich sogar mit dem Partner arrangieren und mit ihm zur Flasche greifen. In diesen Verhaltensweisen macht sich der Angehörige zum Co-Alkoholiker, ohne dass er es wahrnimmt. Der sichere Weg in die Sackgasse nimmt seinen Lauf.

  Wirksame und professionelle Hilfe ist unerlässlich.

Der Freundeskreis-Lauterbach e.V. bietet Dir Hilfe an!

Zunächst möchten wir allgemeine Hinweise zur Angehörigenhilfe geben: Die Gruppen des Freundeskreis-Lauterbach bestehen aus langjährig abstinent lebenden Menschen mit ihren Angehörigen oder Freunden, aus Neuzugängen die mit ihren Angehörigen dem Teufelskreis "Sucht" entrinnen wollen, und jenen die ihm gerade entrannt sind.  Die Erfahrungen "ehemaliger" Abhängiger mit ihren Angehörigen prägen zum größten Teil die Arbeitsweise unserer Gruppen. Im Gespräch mit den Angehörigen ehemaliger suchtkranken geht immer wieder hervor, dass sich jene viel früher einen kompetenten Gesprächspartner gewünscht hätten, um sich so ihre Sorgen von der Seele zu reden. Dies möchten wir Dir ermöglichen und wollen Dich ermutigen mit uns in Kontakt zu treten. Natürlich kannst du auch zunächst alleine zu uns kommen und Dich einfach nur informativ über die Folgen und Auswirkungen von Rausch und Sucht auseinandersetzen. Gehen wir im folgenden davon aus, dass Du dich über das Suchtverhalten eines lieben Menschen sorgst und du einfach nicht weißt, wie Du dich ihm/ihr gegenüber verhalten sollst. Anhand eines Beispieles soll weiter Vorgehensweise dargestellt werden.

 Du entnimmst anhand der Seite: "Der Weg zu uns"  Termin und Ort Deiner Wahl. Ein vorherige Kontaktaufnahme mit dem Gruppenverantwortlichen, der auch grundsätzlich ehrenamtlicher Suchthelfer ist und diskret berät, ist zwar nicht erforderlich aber empfehlenswert. Dieser kann Dich dann bereits telefonisch auf die weiteren Schritte vorbereiten. Im anderen Fall kommst Du zwanglos in eine der Gruppenstunden Deiner Wahl und nimmst mit dem jeweiligen, verantwortlichen Leiter persönlichen Kontakt auf. In der Gruppenstunde werden die Angehörigen von ehemals abhängigen Menschen auf Deine Fragen antworten und können Dir in allen weiterführenden Maßnahmen hilfreicher Begleiter sein. Für hilfesuchende Angehörige ist jedoch der persönliche Kontakt zu unseren Gruppen genauso unerlässlich wie für den erkrankten. Der Angehörige stößt in den häufigsten Fällen "unbelastet", also frei von Sucht zur Gruppe. Er ist dadurch in der Lage Vorurteile des erkrankten zur Selbsthilfegruppe abzubauen und ein Bindeglied zum Freundeskreis-Lauterbach herzustellen.

Für weitere Fragen zur Angehörigen-Hilfe stehen wir Dir gerne und jederzeit zur Verfügung